Mitteilung an Mitglieder des BDD vom 19.06.2020

Sehr geehrte D-Ärzte/innen,

nach einer schwierigen und belastenden Zeit scheint wieder das Licht am Horizont einer besseren Realität. Wir hoffen, dass Sie alle gut durch die Zeit der Corona-Krise gekommen sind bisher. Leider ist sie noch nicht überwunden.

Der BDD hat in dieser Zeit eine außerordentliche, erweiterte Vorstandssitzung in einer Videokonferenz am 21.03.2020 durchgeführt über eine Reform des D-Arztwesens unter den Voraussetzungen der Gefährdung der D-ärztlichen Versorgung aufgrund der Altersstruktur und der veränderten Vorstellung der neuen Generation der D-Ärzte/innen über ihre beruflicher Aktivität und der bestehenden, aus der Zeit gefallenen Arbeitszeiten im D-Arzt Vertrag.

Ausgangspunkt war ein Treffen am 01.02.2020 in Kassel mit ärztlichen Vertretern des BVOU und BDC, in welchem Eckpunkte aufgestellt wurden, die diskutiert werden sollten.

Leider ist die Diskussion durch die sich zu dieser Zeit erst anbahnende Corona Pandemie zurückgestellt und nicht zu Ende geführt worden. Das müssen wir unbedingt nachholen, wenn wieder Normalität im Alltag möglich wird.

Wir haben in dieser Zeit intensive Gespräche und briefliche Auseinandersetzungen mit den Spitzenvertretern der DGUV, der KBV und den zuständigen Mitarbeitern im Gesundheits- und Sozialministerium geführt, deren Verlauf Sie auf der neu gestalteten Homepage des Verbandes im Mitgliederbereich verfolgen können. Wir gehen davon aus, dass alle Beteiligten ihr Bestes gegeben haben, wenn auch nicht für Jeden zufriedenstellend.

Die Corona Pandemie hat die D-Ärzte in ganz unterschiedlicher Weise finanziell betroffen, aus diesem Grund sind die Diskussionen mit Ihnen auch sehr unterschiedlich verlaufen. Leider konnten wir keine Sonderlösungen für Individual-Vergütungen erreichen.

Trotzdem hoffen wir, dass die vorrübergehenden Erleichterungen der Vorgaben der DGUV für die Berichterstattungen, der Verzicht auf Sanktionen bei Fristüberschreitungen und der Aufhebung der Verlegungspflichten im Verletzungsartenverfahren etwas Verbesserung gebracht haben.

Finanzielle Angebote wurden im Rahmen des Mehraufwands für Infektionsschutz bei der Versorgung von Corona-Patienten oder -verdächtigen für 4 Euro pro Patienten gewährt, ein für viele lächerliches Angebot, was die DGUV nach ihrer Aussage aus gesetzlichen Gründen nicht erhöhen kann und vorläufig bis Ende Juni gelten sollte. Heute, am 19.06.2020, haben wir von der DGUV erfahren, dass Covid-19 Pauschale weiter bis zum 30.09.2020 abgerechnet werden kann.

Bitte erkundigen Sie sich auf der Corona Seite der DGUV über weitere aktuelle Änderungen.

Die Regelungen der Bundesärztekammer für die gemeinsamen Abrechnungsempfehlungen gelten für alle betroffenen Ärzte bis Ende Juli 2020 und werden angepasst an den Verlauf der Pandemie.

Leider können wir das geplante D-Arztforum am 11./12.09.2020 in Bonn nicht wie geplant durchführen. Wegen der aktuellen Vorgaben der Länder zur Verhinderung der Verbreitung des Corona Virus Covid-19 ist diese Veranstaltung nicht in vernünftiger Weise durchzuführen und wird im Jahr 2021 nachgeholt werden.

Wir werden versuchen, Ihre Interessen und Fragen im Ganzen und individuell intensiv zu vertreten und Sie regelmäßig über Neuerungen zu informieren.

Fürs erste alles Gute … und schauen Sie für Neues öfter mal auf der Homepage des Verbandes vorbei. Es könnte nützlich sein. Siehe hierzu unter „Aktuelles“ Ihre rechtliche Absicherung gegen finanzielle Forderungen von Patienten und der DGUV.

In unserem geschlossenen Mitgliederbereich können Sie unsere Korrespondenz mit der DGUV zum Thema Corona verfolgen.

Herzlichst

Ihre

Prof. Dr. med. Felix Bonnaire
Präsident des BDD

Dr. med. Werner Boxberg
Geschäftsführender Arzt des BDD